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Mehr als nur Gassigehen: Warum medizinische Basics für mich dazugehören
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was Sie tun würden, wenn Ihr Hund beim Gassigehen plötzlich in eine Glasscherbe tritt, einen Giftköder frisst oder – der absolute Albtraum – plötzlich zusammenbricht?
Ich habe mir genau diese Frage gestellt und gemerkt: Ich möchte nicht nur hoffen, dass im Ernstfall alles gut geht. Ich möchte handeln können. Deshalb habe ich am spezialisierten Erste-Hilfe-Kurs für Hunde beim DRK Ulm teilgenommen. Für mich war das weit mehr als eine private Weiterbildung – es ist eine essenzielle Investition in die Sicherheit Ihrer Schützlinge, die ich täglich bei den Filstalpfoten betreue.
Kompakt & Intensiv: Wissen, das den Unterschied macht
In insgesamt fünf vollgepackten Unterrichtseinheiten sind wir in die Welt der hündischen Notfallmedizin eingetaucht. Der Kurs des DRK ist so konzipiert, dass Theorie und Praxis perfekt verzahnt sind. Für mich als professionelle Hundebetreuerin ist dieses Know-how ein absolutes Muss, um in jeder Situation besonnen und fachgerecht reagieren zu können.
Theorie, die Leben rettet
Bevor man Hand anlegt, muss man verstehen, wie der Hundekörper „tickt“. Wir haben uns intensiv mit den Vitalwerten (Puls, Atmung, Schleimhäute) beschäftigt. Besonders wertvoll war das Training zum Erkennen von:
- Traumata & Schockzuständen: Die richtige Lagerung und Erstversorgung nach Unfällen.
- Vergiftungen: Schnelles Erkennen der oft unsichtbaren Gefahr im Gebüsch.
- Magendrehung: Ein echter Wettlauf gegen die Zeit, bei dem jede Minute zählt.
Wichtig für die Sicherheit: Ein großer Fokus lag auf der Eigensicherung. Ein verletzter Hund steht unter Schock und kann instinktiv beißen. Zu wissen, wie man sich selbst schützt (z. B. durch eine Maulschlinge), während man dem Tier hilft, ist die Grundvoraussetzung für jede Rettungsmaßnahme.
Praxis-Training: Wenn jeder Handgriff sitzen muss
Nach der Theorie wurde es ernst. Wer denkt, ein Verband am Hund sei so einfach wie beim Menschen, hat noch nie versucht, ein zappelndes Hundeohr fachgerecht zu fixieren!
1. Verbände fachgerecht anlegen
Wir haben intensiv geübt, wie man einen Pfotenverband wickelt (ganz wichtig: Watte zwischen die Zehen, um Druckstellen zu vermeiden!) und wie ein stabiler Ohrverband so angelegt wird, dass er auch bei kräftigem Kopfschütteln hält.
2. Reanimation am Dummy
Ein prägender Moment war das Training der Wiederbelebung. An einem speziellen Hundedummy konnten wir die Herzdruckmassage und die Beatmung trainieren. Es ist ein beruhigendes Gefühl, den richtigen Rhythmus und die nötige Kraft einmal unter professioneller Anleitung gespürt zu haben.
3. Medical Training: Stressfrei zum Ziel
Besonders gefreut hat mich, dass auch der Bereich Medical Training thematisiert wurde. Dabei lernt der Hund durch positive Verstärkung, Untersuchungen oder das Fiebermessen entspannt über sich ergehen zu lassen. Das spart im Notfall wertvolle Zeit und reduziert den Stress für alle Beteiligten enorm.
Mein Fazit: Maximale Sicherheit für Ihre Fellnase
Dieser Kurs beim DRK Ulm hat mir eine riesige Portion Sicherheit gegeben. Wenn ich mit Ihren Hunden im Filstal unterwegs bin, trage ich eine große Verantwortung. Jetzt weiß ich: Sollte es hart auf hart kommen, bin ich vorbereitet und kann besonnen Erste Hilfe leisten, bis der Tierarzt übernimmt.
Mein Rat an alle Hundebesitzer: Warten Sie nicht, bis etwas passiert. Diese wenigen Stunden beim DRK sind extrem gut investierte Zeit, die im Ernstfall das Leben Ihres besten Freundes retten kann.
Sie möchten Ihren Hund in sicheren Händen wissen?
Bei den Filstalpfoten ist Ihr Vierbeiner nicht nur gut unterhalten, sondern auch medizinisch bestens behütet.

Erste Hilfe am Hund
Am 27. Februar 2026 wird das Deutsche Rote Kreuz Ulm erneut seinen Kurs „Erste Hilfe am Hund“ anbieten. Um im Ernstfall routiniert und sicher agieren zu können, werde ich an diesem Kurs zur Auffrischung meiner Kenntnisse teilnehmen.

Kaninchenhaltung:
Was man vor der Anschaffung unbedingt wissen sollte
Heute möchte ich ein Thema, dass mir persönlich sehr am Herzen liegt, näher beleuchten - die artgerechte Haltung von Kaninchen. Bedauerlicherweise werden Kaninchen nach wie vor häufig als unkomplizierte, anspruchslose Haustiere und als geeignete Tiere für Kinder angesehen. Nach wie vor verbringen viele Kaninchen ihr Leben in beengten Käfigen und erhalten nur zeitlich begrenzten Auslauf unter Aufsicht. Dabei stellen Kaninchen in ihrer Haltung vergleichbare Ansprüche an Pflege, Ernährung, Verhalten und Gesundheit wie Hunde und Katzen. Halter sollten sich daher umfassendes Fachwissen aneignen, um sicherzustellen, dass ihre Kaninchen ein artgerechtes Leben führen können. Nur unter diesen Bedingungen sind Kaninchen in der Lage, ihr volles Verhaltensspektrum auszuleben und sich als bemerkenswerte sowie faszinierende Tiere zu erweisen. Des Weiteren sollten die finanziellen Belastungen durch tierärztliche Behandlungen, die im Laufe des Lebens eines Kaninchens anfallen, nicht unterschätzt werden; die Annahme, dass kleine Tiere geringe Tierarztkosten verursachen, ist irreführend.
Hier einige grundlegende Punkte, die man im Vorfeld wissen sollte:
- Kaninchen sollten stets mindestens zu zweit gehalten werden.
- Sie besitzen einen ausgeprägten Bewegungsdrang, der mit dem von Katzen vergleichbar ist.
- Das Gehege für zwei Kaninchen sollte eine Mindestfläche von 6, besser 10 Quadratmetern aufweisen.
- Die Kosten für tierärztliche Versorgung, artgerechte Ernährung, Einstreu und Gehege sollten nicht vernachlässigt werden.
- Da Kaninchen Fluchttiere sind, werden sie nicht zwingend zahm; sie sind bestens geeignet für Menschen, die Freude am bloßen Beobachten von Tieren haben.
- Kaninchen sind insbesondere in den späten Abend- und frühen Morgenstunden aktiv, und auch nachts.
- man sollte sich Fachwissen über Verhalten, Ernährung und Krankheiten zulegen
- Kaninchen können bis zu 10 Jahre alt werden, so lange sollte bereit sein die Verantwortung für sie zu übernehmen.
Eine ausgezeichnete Informationsseite, um sich über alle relevanten Aspekte der Kaninchenhaltung zu informieren, finden Sie unten verlinkt.
Noch eine Bitte von mir: Sollten Sie über die Anschaffung von Kaninchen nachdenken, fragen Sie im örtlichen Tierheim oder bei Tierschutzorganisationen nach. Dort sitzen sehr viele wundervolle Tiere und warten auf ein gutes zuhause.

